Ute, Henning und Elvis on Tour
      <- start

<- 06.6.11 -> 08.06.11


07.6.2011 Täbris -> Megri -> Kapan (Armenien)

Gut geschlafen, Elvis Gassi geführt und gefrühstückt. Ute hatte inzwischen am dauerden Kopftuch tragen keinen Gefallen mehr. In Täbris noch die Blaue Moschee besichtigt und dann in Richtung Armenien.

Um 13.30 kamen wir zur armenischen Grenze, einem kleinen Grenzübergang. Zuerst mußten wir jedoch die iranische Grenze passieren. Henning tauschte iran. Geld gegen armenische Drams bei der Bank ein, dann Pässe vorzeigen und unser "tolles" Carnet und plötzlich redete ein "junger Mann mit Köfferchen" in iranischer Sprache auf uns ein, was wir natürlich nicht verstanden. Henning wies ihn an, er solle doch die Tel.Nr., die noch auf der Rückseite des Carnets angegeben war - anrufen. Dies tat er auch und der am Zoll in Barzargan sagte Henning er solle doch 50 USD zahlen, dann sei alles in Ordnung.... seltsam was?? Gibts da etwa eine Absprache?? Das hatte auf jeden Fall einen Beigeschmack.


Blaue Moschee in Täbris











Verkehr in Täbris


Auf den Strassen von Täbris


Denkmal an die erste Pferdebahn


Autobahn Richtung Norden


Interessante Minarette


Kleine Übersicht


Berg über den Wolken


Auszug aus dem 6-seitigen Carnet

Und als die 50 USD bezahlt waren, und Fahrgestell-Nr. überprüft usw., hieß es plötzlich, daß die für´s Carnet abstempeln zuständige Herren seien jetzt beim Mittagessen. Da platzte Henning doch die Hutschnur, lief zur Halle und sagte sie sollten doch gefälligst nacheinander essen, denn außer uns warteten noch viele LKW-Fahrer auf ihre Weiterfahrt. Nach 1/4 h gings´ weiter und jetzte wollte jemand im Schneckentempo noch einmal die Fahrgestell-Nr. überprüfen... Henning wurde jetzt doch etwas "ungehalten", dann endlich durften wir durchfahren, bei der letzten Schranke (Militär) sagte man uns, nachdem wir beide mit Paß vortreten mußten, daß da ja noch gar kein Ausreisestempel im Paß sei und wir durften wieder zurückfahren und uns in einer anderen Halle mit Paß anstellen. Mit einem unübersehbaren Freudensprung nahm ich meinen Paß mit Ausreisestempel aus Iran entgegen und für diesen, meinen, Faux-Pas bekam Henning seinen Stempel direkt aufs Visum gestempelt.
Egal Hauptsache: wegkönnen!!
Und ab über die Brücke zur armenischen Grenze!!

Hier auch wieder Paßkontrolle und wir bekamen in 10 Min ein Visum ausgestellt, aber: hier nahm uns ein junger Bursche in Militärkleidung (kein Dienstgrad erkennbar), aber stolziert wie ein Großer - das Auto auseinander, von der Seitentasche bis zur letzten kleinsten Tüte ließ er sich ALLES zeigen... Dann Weiterfahrt zur nächsten Halle mit Paß- kontrolle, und Henning verschwand hier um alle weiteren Formalitäten zu erledigen (z.B. Haftpflichtversich. Auto etc.) Ich wartete mit Elvis in der brütenden Hitze und am Schluß wollte "ein junger Herr" doch auch Elvis´ Paß sehen, konnte zwar überhaupt nicht lesen was da eigentlich stand, aber! Nach kleinem Zurechtweisen seines Chefs konnten wir endlich passieren und am letzten Tor (Paßkontrolle) wollte uns "ein Herr" zurückschicken, weil wir an ein paar parkenden LKW´s vorbeigefahren waren, wobei Henning nur noch antwortete, daß sobald Stempel- dann weg, dies auch funktionierte und wir hatten es geschafft!!! Die letzte Grenze war um 16.30 Uhr passiert.

Nun steuerten wir Meghri an, die Grenzstadt auf armenischem Boden. Von hier ging es nur noch steil hinauf in die Berge bergauf, bergab und es begann zu regnen. Plötzlich mußten wir einen Erdrutsch umfahren, der die Straße unter sich ver- graben hatte. Uns taten die LKW leid, die da auf engen und steilen Umleitungspisten mit ihren 40t, oft Tanklaster aus Iran, ihren Weg suchen mußten. Beim letzen Aufstieg kam dann noch dichter Nebel dazu. Zum Glück war plötzlich ein offensichtlich ortskundiger Lada vor uns, der schön langsam nun die letzten Auf-und Abfahrten vor uns herfuhr.

Nach der letzten Abfahrt kamen wir völlig unverhofft an einem Hotel vorbei. Hier standen sehr viele Autos und Henning fragte, wie jeden Abend, nach einem Zimmer für uns Drei. Es stellte sich heraus, daß hier eine armenische Hochzeit gefeiert wurde und wir bekamen in einem separaten und ruhigen Haus ein Appartement mit Wohn-und Schlafzimmer und Balkon und Blick zum unüberhörbar vorbeitosenden Gebirgsfluß, dessen Energie unterhalb unseres Hotels in Strom umgewandelt wurde. Ich hatte das Gefühl, daß jemand seine schützende Hand über uns hielt und uns hier für all das belohnte, was uns an diesem Tage widerfahren war.


<- 06.6.11 -> 08.06.11

Henning Gamlich
Hohenhewenstr. 15
78250 Tengen
Tel. 07736-9219581
Fax. 07736-9219584
E-mail: info@hega.com