03.6.2011 Erzurum -> Van-See
Die Strecke von Erzurum zum Van See ging wieder über einige 2000-3000m hohe Pässe und Schotterpisten. Die Temperaturen
sind hier bei ca. 20 grd und daher ist alles grün, bezaubernde Landschaften z.B. schneebedeckte Dreitausender mit davor
gelben Butterblumen-Wiesen mit Kühen, Schaf-und Ziegenherden.... schmale Schluchten und plötzlich schlenderten da Eselmutter
mit Mini-Esel vor uns auf der linken Straßenseite, zum Glück kam niemand entgegen...
Es waren ca. 450km zum großen Teil gelbe (Überland-)strasse, also ziemlich anstrengend für Mensch, Hund und Material.
Am Van See angekommen, wollte Ute unbedingt auf die Insel Aktamar auf der eine alte armenische Kirche aus dem 10.Jhd.
zu besichtigen ist. Leider bedeutete dies, dass wir auf der Ostseite des Van Sees praktisch dauernd durchs Gebirge fahren
mussten. (Auf der Westseite wäre alles Küstenstrasse gewesen). Schließlich erreichten wir den kleinen Hafen von
dem die Boote die Touristen auf die Insel bringen. Und wir hatten Glück und erwischten das letzte Boot.
Im abendlichen Sonnenschein tuckerten wir so hinüber und konnten das schöne und restaurierte Kirchlein im letzten Sonnenlicht
besichtigen, innen mit alten Fresken und hoher schmaler Kuppel und das Boot brachte uns nach einer halben Stunde aufs Festland
zurück, unterwegs noch Bekanntschaft mit etwa gleichaltriger Iranerin und Mann, hier jedoch ohne Tschador, sondern in enger Hose,
schmalem Oberteil,hochgesteckten langen dunklen Haaren und orientalisch geschminkten Augen. Sie waren hier um 2 Tage Urlaub zu
machen, ohne eigenes Auto, stattdessen 7 Stunden mit dem Dolmus unterwegs... sehr nette Bekanntschaft, wir konnten uns in
Englisch unterhalten.
Mit uns auf dem "Campingplatz" war eine Gruppe von 1 Franzosen und 2 Französinnen, die mit 5 Pferden unterwegs
waren. Sie sind in Afghanistan gestartet, mußten an der Afghanisch-Iranischen Grenze aber die Pferde zurücklassen.
Sie fuhren dann mit einem Lastwagen an die Iranisch-Türkischen Grenze und kauften in der Türkei 5 neue Pferde.
Nun reiten Sie weiter Richtung Frankreich.
Zwei Türken die in den USA leben, durchqueren die Türkei auf Fahrrädern (ein Pass nach dem anderen).
Da lernt man schon "verrückte Leute kennen" !!!
Für eine Weiterfahrt zum nächsten Hotel war es schon zu spät und so genossen wir ein weiteres Mal das schöne große Bett
in unserem G (nach ein paar Umräumungsaktivitäten) .
Vorher gabs im Restaurant bei der Anlegestelle noch Abendessen. Dann gings ab in die Koje.Schnarchhhh!
Kein Internet dort.

Auf der Stecke, Wetter gut

Wenn da einer um die Kurve kommt - armer Esel mit Mutter

So gings auf und ab

Auf der Überfahrt zur Insel Aktamar

Die armenische Kirche aus dem 10.Jhd.

Blick in die Kuppel

Fries mit biblischen Motiven

Fries mit biblischen Motiven

Blick auf den Osteingang

Blick aufs Panorama der Küste bei der Rückfahrt von der Insel
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